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Erfahrungsbericht in der Surfschule (2008)

Ich habe 2008 meinen ersten Surfkurs belegt.
Der wirklich sehr nette, coole, witzige, der deutschen Sprache ausreichend mächtige und nicht zuletzt kompetente Surflehrer Vincent hat sein Geschäft ja bekanntlich an der "Hauptgeschäftsstraße hinten links", dazu gehört das Internet-Cafe, wohl sein zweites Standbein. Soweit er erzählt hat, lebt er in Bordeaux, hatte schon immer berufsmäßig mit Sport zu tun und arbeitet während der nicht-Surf-Saison als Krankenpfleger in Bordeaux (wenn er nicht gerade wieder in Nordafrika oder sonstwo auf seinem Brett steht - "Isch bin eine Surf-Krank!").

Wenn ich mich recht erinnere, bietet er täglich Surfstunden an, zumindest aber sechs Tage die Woche. Der Unterricht findet zu drei möglichen Terminen am Tag statt (morgens, mittags, spätnachmittags), eine Lerneinheit dauert i.d.R. zwei Stunden. Um zu buchen, kommt man in der Hochsaison nicht umhin, sich einige Tage vorher anzumelden. Damit die Anmeldung verbindlich für beide Seiten wird, muss man auch eine Anzahlung leisten, die bei ca. 25-30% der Kursgebühr liegt.

Wenn man wie ich noch nie Wellen stehend auf Brettern geritten ist, bietet es sich an, seinen wirklich empfehlenswerten Einsteigerkurs in einer Sechsergruppe zu belegen. Dieser umfasst 3x2 Stunden über die Woche verteilt und kostete letztes Jahr ca. 95,-. Selbstverständlich stellt Vincent einen passenden Neoprenanzug sowie ein in der länge passendes (und weiches - nicht Beulen machendes... :-) ) Anfängerbrett zur Verfügung. Dieser Anfängerkurs beinhaltet die wichtigsten theoretischen Grundlagen in aller Kürze (vom Reden hat noch niemand surfen gelernt), und dann natürlich sehr viel Praxis.

Legendär und absolut liebenswürdig ist sein stark frankophiles Fachvokabular, welches mir stets Freudentrönen in die Augen trieb:

"Du siehst deer Wellé - deer Wellé kommt - zehn Metér, acht, noch sechs Metér - du fängst an mit die rudern - Sprint - eins - zwei - drei - opp! - Du machst eine schnell Aufstehung - und gleitén!"

Vincent sperrt immer einen Bereich von 50m mit den besten Wellen für seine Schüler ab, coacht vom Strand aus und steigt selbstverständlich auch gerne zu Demozwecken oder, um einen weiter hinauszulocken, auf's Brett. Dabei ist er immer motivierend und stets für einen ironischen Spruch zu haben.

 (Klick hier und du kannst dir ein kleines Video von Vincent ansehen)

 

Er fordert aber auch gnadenlos. Wer ohne akzeptablen Grund schlapp macht (und hier lässt er offensichtlich nur den Tod als Argument gelten), wird wieder auf See geschickt, bis auch die letzten Körner verschossen sind. Das heißt natürlich nicht, dass er unverantwortlich handelt. Er holt nur wirklich alles aus einem heraus.
Mein Tipp an dieser Stelle: macht vorher Konditionstraining! Auf jeden Fall empfehle ich neben Laufen viele fiese Übungen, die unsere degenerierten Oberarm- und Brustmuskeln in Form bringen. So ein zweistündiger Kurs ist nämlich verdammt anstrengend, selbst dann, wenn man wie ich relativ regelmäßig Sport macht.

Nach diesem Grundlagenkurs kann man selbstverständlich weitere Kurse buchen oder einzelne Stunden nehmen. Was die meisten natürlich machen, ist, sich im Surfshop vorne links eine Surfausrüstung zu leihen, um zunächst auf eigene Faust weiterzuüben. Das war relativ günstig und lag bei ca.  65,- pro Woche mit Brett und Anzug.

Alles in allem ist ein Surfkurs bei Vincent eine wirklich lohnende Sache, die viel Spaß und Lust auf mehr macht.
Ich jedenfalls werde diesen Sommer definitiv wieder bei ihm auf der Matte stehen.

Gruß von Ivan

 

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